Korrektur von Feldwegen

Diskussionen um die Karte und Kartenwerkzeuge
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Gast

Korrektur von Feldwegen

Beitrag von Gast » Fr Jan 11, 2019 10:25 pm

[Nop schrieb am 24.05.14 13:15]
Hi!

Mir ist die Tage aufgefallen, daß bei vielen Feldwegen die Tags surface und
tracktypenicht zusammen passen. Darum habe ich ein paar zusätzliche Regeln
eingebaut, die bei grob unsinnigen Tag-Kombinationen dentracktype anpassen.

Solche Werte wie tracktype=grade1, surface=unpaved oder tracktype=grade4,
surface=gravel sind einfach Unfug. Ich gehe davon aus, daß im Zweifelsfall eher
diesurface korrekt ist, da dieses Tag detaillierter ist und man sich unter den
Werten eher was konkretes vorstellen kann.

Ich habe mal eine Frankenkarte mit diesen Einstellungen gebaut und
hochgestellt. Allein in diesem Bereich wurden über 2600 Wege korrigiert. Ich
werde die Karte in den nächsten Tagen selbst testen und wenn sich keine
Verschlimmbesserungen zeigen lasse ich die Regeln auch auf den Server los.
Rückmeldungen von Eurer Seite sind natürlich sehr willkommen.

bye, Nop
Gast

Re: Korrektur von Feldwegen

Beitrag von Gast » Fr Jan 11, 2019 10:25 pm

[Nop schrieb am 05.06.14 07:58]
Ich bin über ein paar Stellen gestolpert, wo ein tracktype für unbefestigte
Trampelpfade/Wanderwege gesetzt wurde. Das hat zu einer falschen Anzeige als
Feldweg geführt - ist meiner Meinung nach auch eine unsinnige Kombination.

Als Reaktion wird der Tracktype jetzt grundsätzlich später ausgewertet und nur
noch für Tracks. Die Änderung ist in der neuen Juni Garminkarte bereits
sichtbar. Falls jemand eine Verschlimmbesserung findet bitte melden.

bye, Nop
Gast

Re: Korrektur von Feldwegen

Beitrag von Gast » Fr Jan 11, 2019 10:25 pm

[fkv schrieb am 08.07.14 14:57]
Nop:Solche Werte wie tracktype=grade1, surface=unpaved oder tracktype=grade4,
surface=gravel sind einfach Unfug. So pauschal würde ich das nicht sagen, denn
grade1 kann laut Definition auch "heavily compacted" sein, und mit
surface=gravel kann eine lockere Kiesbank in der Au gemeint sein oder der
Bruchschutt, der beim Bau der Straße in situ angefallen ist. Im Gegensatz zu
surface=compacted oder surface=fine_gravel ist surface=gravel ein grober
Schotter, der, wenn scharfkantig und frisch aufgeschüttet, sehr unangenehm zu
befahren sein kann (v.a. mit dem Fahrrad) und noch unangenehmer zu begehen,
weil man einsinkt und sich die Schuhe kaputtmacht. Auch für ein Pferd kein
Vergnügen!

Außerdem gibt es Fahrwege, die zwar einen guten Belag aufweisen, aber von den
Seiten her so zugewachsen sind, dass man sich schwer tut, sie als grade2 zu
klassifizieren. Der tracktype hat ja nicht nur mit der Oberfläche zu tun (dann
wär er ja überflüssig), sondern stellt m.E. den Gesamteindruck hinsichtlich
Befahrbarkeit dar. Auf grade1 würde ich annehmen, auch mit dem Sportwagen
fahren zu können, grade2 mit normalem Pkw, grade3 mit mehr Bodenfreiheit,
grade4 mit Geländewagen, grade5 mit Traktor.

Aber es kommt natürlich oft vor, dass tracktype oder surface einfach aus
Schlamperei falsch gesetzt sind.

Nach meiner Erfahrung ist surface=paved meistens richtig, hingegen würde ich
surface=unpaved oder gravel ignorieren, weil die oft alsbest guess ausgewählt
werden und daher nicht viel aussagen. Am zuverlässigsten sind die übrigen Werte
(z.B. asphalt oder concrete:lanes oder grass).

Nop:Ich bin über ein paar Stellen gestolpert, wo ein tracktype für
unbefestigte Trampelpfade/Wanderwege gesetzt wurde. Das hat zu einer falschen
Anzeige als Feldweg geführt - ist meiner Meinung nach auch eine unsinnige
Kombination.Das kommt z.B. vor, wenn ein track in einen path geändert wird und
der tracktype dabei nicht entfernt wird.

Apropos Feldweg: Die Anzeige "Feldweg" für tracktype=3 ist nicht ganz richtig.
Denn tracktype=grade3 kann genausogut im Wald vorkommen (Forststraße). Und
umgekehrt können Feldwege auch andere Tracktypes haben.
Gast

Re: Korrektur von Feldwegen

Beitrag von Gast » Fr Jan 11, 2019 10:25 pm

[Borut schrieb am 18.07.14 20:52]
Bin auch ein OSM-Mapper, mittlerweile schon ein paar Jahre, hauptsächlich in
bergigen Gebieten der Obersteiermark in Österreich.

Kann mich dem, was fkv schreibt, grundsätzlich anschließen.

fkv:Der tracktype hat ja nicht nur mit der Oberfläche zu tun (dann wär er ja
überflüssig), sondern stellt m.E. den Gesamteindruck hinsichtlich Befahrbarkeit
dar. Auf grade1 würde ich annehmen, auch mit dem Sportwagen fahren zu können,
grade2 mit normalem Pkw, grade3 mit mehr Bodenfreiheit, grade4 mit
Geländewagen, grade5 mit Traktor.
Sehe das ähnlich. Beim Mappen verliere ich keine Zeit mit surface=*, sorry.
Ich kenne die tracktype-Definitionen und auch manche ältere Diskussionen
darüber. Trotzdem habe ich mit der Zeit in etwa die folgenden "Richtlinien"
entwickelt:

grade1:
Mit PKW befahrbar, so bis um 50-60 kmh. Kann asphaltiert oder hartes Makadam
sein. Ist wahrscheinlich access=yes. Meiner Meinung nach muss nicht unbedingt
ein highway=track sein, sondern auch z.B. highway=unclassified (habe auch
highway=service gesehen).
grade2:
Mit PKW befahrbar, aber eher mit Vorsicht, so 30-40 kmh. Makadam, aber nicht
so eben; Einschlaglöcher sind möglich. Wahrscheinlich ein access=forestry, oder
access=private, aber kann sehr wohl auch normal zugänglich sein.
grade3:
Nicht so stark genutzt, etwas enger, etwas verwachsen in der Mitte, oder auch
mit etwas steileren Passagen. Nicht so befestigt, kann schon leicht feucht
sein. Befahrbar mit Bodenfreiheit, oder 4WD. Mit PKW schwierig, an machen
Stellen unmöglich. Wahrscheinlich ein access=forestry.
grade4:
Schwierig. Kann beim Fahren gefährlich sein. Für Traktor, oder
Speziell-Fahrzeug. Geländewagen kaum.
grade5:
Fast ein Pfad, aber breit und mit Fahrspuren. Auf der Wiese kaum zu sehen. Im
steilen Wald-Gelände könnte beim befahren - wenn überhaupt möglich - gefährlich
sein. Speziell-Fahrzeuge in der Forstwirtschaft; unter Umständen eventuell auch
Traktor.

fkv:Apropos Feldweg: Die Anzeige "Feldweg" für tracktype=3 ist nicht ganz
richtig. Denn tracktype=grade3 kann genausogut im Wald vorkommen (Forststraße).
Und umgekehrt können Feldwege auch andere Tracktypes haben.
Ja, so sehe ich das auch.

Diese Sichtweise hat mich bewegt, mit eigenen Garmin-Karten zu
experimentieren. Wenn man mit den Farben und Symbolen vorsichtig umgeht, kann
man die Pfade von Wegen leicht erkennbar machen, und die tracktype, sac_scale
und access gleichzeitig und leicht erkennbar darstellen.

Dabei finde ich MapComposer großartig. Danke dafür!
Gast

tracktype 3 gravel

Beitrag von Gast » Fr Jan 11, 2019 10:25 pm

[Skinfaxi schrieb am 07.10.14 14:17]
Hallo Nope,
wie ich festgestellt habe, habe ich selbst einige Deiner als "unsinnig"
bezeichneten Kombinationen verwendet.

Ich selbst orientiere mich bei den Tracktypes a) am Zustand des Weges und b)
an der Funktion des Weges. Als tracktype=1 betrachte ich alle Wege, die wie
eine richtige Strasse bearbeitet sind, nur dass sie klar als Wirtschaftswege
ausgewiesen sind. In meinem Fall sind das dann z.B. oft surface "compacted"
neben Asphalt und Betong.

Was machst Du denn mit Wegen, die nur "punktuell" befestigt sind? ich verwende
da den tracktype3 und schreibe als Belag (surface) das Material rein, dass
meines Ermessens die meiste Bedeutung für die Benutzung hat. Grober
scharfkantiger Kies ist nicht nur für Reiter sondern auch für Mountainbiker
m.E. recht unangenehm. Wenn also ein Waldweg angelegt, aber keinen richtigen
Belagaufbau hat aber einige Stellen mit groben Kies stablisiert sind, finde ich
den Tag durchaus sinnvoll. Wenig sinnvoll wäre es meiner Meinung nach, den Weg
alle 50 Meter zu zerschnippeln, weil die Stellen teilweise befestigt sind.

Das steht ja so auch im Wiki für tracktype 3:
"Befestigter oder ausgebesserter Weg, oft ohne Unterbau, mit teils relativ
fester, teils weicher Oberfläche (z. B. Feinschotter-, Sand- oder Erdweg)"
Im englischen Original Even mixture of hard and soft materials. Almost always
an unpaved track. noch deutlicher.

Genauso ist das im Tracktype 4 definiert Mostly soft. Almost always an unpaved
track prominently with soil/sand/grass, but with some hard materials, or
compressed materials mixed in.

Daher meine ich, dass es sinnvoll ist, eher nach dem tracktype als nach dem
surface tag zu gehen. Der Tracktype beschreibt ja ziemlich deutlich, dass es
sich um Materialmixe statt einheitlicher Oberfläche handelt

Gruss
Jens
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